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15.10.2012

Kohlenmonoxid: die unterschätzte Gefahr für Rettungskräfte

Unsichtbar, ohne Geruch und Geschmack – aber hochgiftig.

So lässt sich in wenigen Worten ein Gas beschreiben, das immer wieder schwere Vergiftungs-Unfälle verursacht und in jüngster Zeit auch verstärkt im Zusammenhang mit Suiziden in die Schlagzeilen geraten ist: Kohlenmonoxid (CO). Es entsteht unter anderem bei der nicht vollständigen Verbrennung organischer, also kohlenstoffhaltiger Materialien und generell bei Bränden. Auch defekte Heizungsanlagen können Auslöser für CO-Intoxikationen mit schwerwiegenden Konsequenzen sein, ebenso wie CO-haltige Autoabgase, wenn diese sich in geschlossenen Garagen sammeln oder Holzkohlegrills, die innerhalb von Wohnungen verwendet werden – teils aus Unwissenheit über die lebensbedrohlichen Konsequenzen, teils mit dem konkreten Vorsatz, sich das Leben zu nehmen.

Rücken zu solchen Szenarien/Unfallsituationen Retter aus, sind sie selbst hohen Kohlenmonoxid-Konzentrationen ausgesetzt. Gerade nach dem Löschen eines Brandes findet sich das Gas in besonders großen Mengen. Das giftige Kohlenmonoxid kann von Menschen aber nicht wahrgenommen werden und wird häufig in seiner gesundheitsschädlichen Wirkung unterschätzt. Das führt dazu, dass Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen häufig auf Atemschutzgerät verzichten. Erst in jüngerer Zeit liegen erste Erkenntnisse über die Belastungen von Feuerwehrleuten und die gesundheitlichen Langzeitschäden vor, die durch wiederholte und längerfristige Exposition gegenüber CO entstehen können.

So addiert sich CO nach diesen Erkenntnissen bei jeder Exposition im Körper und kann Konzentrationen erreichen, die zu gesundheitlichen Problemen wie Nervosität und Gedächtnisschwäche führen können. Da sich das Brandgas auch in Schutzkleidung ansammeln kann, besteht selbst nach dem Einsatz, wenn der Unglücksort längst verlassen wurde, eine nicht unerhebliche Gefahr für die Rettungskräfte. Empfehlungen für Feuerwehren und Sanitäter lauten deshalb inzwischen dahingehend, dass bei sämtlichen Einsätzen – nicht nur in Brandsituationen, bei denen mit dem Vorhandensein von Kohlenmonoxid gerechnet werden muss, sondern bspw. auch bei Personenschäden wie Bewusstlosigkeit mit unklarer Ursache – neben ExOx- und Atemschutzgeräten stets auch CO-Warner mitgeführt werden sollten.

Die Leopold Siegrist GmbH bietet mehrere geeignete Lösungen für Rettungskräfte an: Die Industrial Scientific Geräte iBrid MX6, Ventis MX4, GasBadge Plus und GasBadge Pro.
Das Mehrgaswarngerät MX6 misst gefährliche Konzentrationen von Sauerstoff, flüchtige organische Verbindungen und auch toxischen Gase schnell und sicher. Mit dem ersten Gaswarngerät mit LCD-Vollfarbanzeige wird das Ablesen der Messwerte auch bei schlechten Sichtverhältnissen zum Kinderspiel. MX6 ist vollständig kompatibel mit der DS2 Docking Station™, iNet DS und dem iNet™ Instrument Network. Das tragbare Gaswarngerät Ventis MX4 misst zuverlässig bis zu vier Gase gleichzeitig, darunter auch Kohlenmonoxid. Es ist ATEX-zertifiziert und erlaubt mittels eines 30-Meter-Schlauchs mit optional integrierter Pumpe Probenahmen aus sicherer Entfernung. CO sowie H2S, O2, NO2 und SO2 detektiert das Eingaswarngerät GasBadge Plus. Es kann 12 Monate lang wartungsfrei betrieben werden und eignet sich mit seinem extrem stabilen und wasserdichten Gehäuse besonders gut für den Einsatz im Rettungsdienst. Da die jüngsten 15 Alarmereignisse protokolliert werden können, kann das Gerät auch Aufschluss über bspw. die CO-Belastung der vergangenen Einsätze geben. Besonders langlebig und zuverlässig ist der Einzelgasmonitor GasBadge Pro. Zehn Jahre Gewährleistung machen ihn zu einem treuen Begleiter für jeden Retter. Er misst elf Gase inklusive CO. Über eine Infrarot-Schnittstelle kommuniziert das Gaswarngerät mit Zubehör wie der Docking Station.

Sie benötigen Unterstützung bei der Auswahl geeigneter Gasmessgeräte?
Kontaktieren Sie uns, wir helfen Ihnen gerne.

Hier finden Sie weitere Informationen zu folgenden CO-Warngeräten:

Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) hat zur Kohlenmonoxid-Problematik eine umfassende
Rahmenempfehlung für Einsätze von Rettungsdiensten bei Verdacht auf einen CO-Notfall veröffentlicht.
Die komplette Fachempfehlung des DFV finden Sie als PDF hier zum Download.