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21.04.2015

Kohlenmonoxid: Empfehlungen zur Festlegung von Warnschwellen

Einsatz von CO-Warngeräten im Rettungsdienst

Die Gefahr von Kohlenmonoxid wurde lange Zeit vernachlässigt. Aufgrund der Zunahme von Vergiftungsfällen in den letzten Jahren, kann diese jedoch nicht mehr ausgeblendet werden und immer mehr Rettungsdienste werden mit CO-Warngeräten ausgestattet. Geräte mit mehreren Alarmstufen maximieren bei sicherem Schutz der Einsatzkräfte den Handlungsspielraum zur adäquaten Patientenversorgung im Rettungseinsatz.

Kohlenstoffmonoxid (CO) gilt als 'silent killer', da es sinnlich nicht wahrgenommen werden kann. Beim Einatmen führt es zu unspezifischen Vergiftungserscheinungen (wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Aufmerksamkeitsminderung usw.), die fehlgedeutet werden können. Bei unerkannter CO-Intoxikation erhalten die betroffenen Personen keine notwendige Therapie oder Einsatzkräfte sind unnötigen Gesundheitsgefahren ausgesetzt. 

Einen umfassender Artikel mit folgenden Themen
finden Sie hier als PDF:

• Bewertung der CO-Konzentration
• Zweckmäßige Festlegung von Alarm-/Warnschwellen
• Maßnahmen des Rettungsdienstes
• Empfehlungen zum Schutz von Betroffenen und Einsatzkräften
• CO-Quelle identifizieren
• CO-Hb-Diagnostik

Derzeit gelten drei CO-Konzentrationen als relevant und werden im Artikel detailliert begründet:
• 30 ppm - Aufmerksamkeitsschwelle
• 200 ppm - Gefährdungsschwelle
• 500 ppm - Rückzugsschwelle

Nach gegenwärtigem Kenntnisstand sind die Risiken, die bei unerkannten CO-Expositionen für Patienten und Dritte (Angehörige, Nachbarn) bestehen, als hoch (lange Expositionszeit), das Risiko ernsthafter Gesundheitsschäden für Einsatzkräfte des Rettungsdienstes jedoch als deutlich geringer anzusehen (kurze Expositionszeit). 

Wenn vom Rettungsdienst mitgeführte Gaswarngeräte bereits bei sehr geringen CO-Konzentrationen einen Alarm auslösen, der zum sofortigen Rückzug der Rettungskräfte führt, besteht daher das Risiko, dass zeitkritische Rettungsmaßnahmen erheblich verzögert würden, obwohl für das Einsatzpersonal keine akute Gefährdung besteht.

Der Einsatz von CO-Warngeräten gemäß den beschriebenen Empfehlungen ermöglicht die Aufdeckung unerkannter CO-Intoxikationen und die risikoangepasste Warnung vor akuten Gefährdungen an der Einsatzstelle.

Wichtiger Hinweis:
Die hier beschriebenen Empfehlungen dienen als Orientierung und sind in die jeweils vorhandenen Alarm- und Einsatzstrukturen zu integrieren und stets an die örtlichen Verhältnisse anzupassen.

Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gerne.

Quellangaben:
GIZ-Nord:
Einsatz von Kohlenstoffmonoxidwarngeräten im Rettungsdienst: Hinweise und Empfehlungen zur Handhabung und Festlegung von Warnschwellen

www.giz-nord.de/cms/index.php/informationen-zur-therapie-von-vergiftungen-/461-kohlenstoffmonoxid-warngeraete-im-rettungsdienst.html
www.NotfallundRettungsmedizin.de
www.giz-nord.de/cms/images/stories/Science/PCYAN/s10049-013-1829-0_gkaisergiz-nord.de.pdf